Was sind Dirtbikes?

Wenn Du hier gelandet bist, fragst Du dich bestimmt auch....

Was sind Dirtbikes? Und warum sollte ich sowas brauchen??


Dirtbikes sind speziell! Fakt! Aber Dirtbikes machen auch höllisch Spaß. Vor allem wenn du einen Skate- oder besser noch Dirtpark vor der Tür hast. Dirtbiken ist nicht, wie schon fast befürchtet, tot. Dirtjumpen (wie man es auch nennt) ist wieder total in! Überall schießen neue Dirtparks und Pumptracks aus dem Boden. Und das zu Recht! Übrigens, seit kurzem hat auch Odelzhausen einen Dirtpark! (www.dirtpark-odelzhausen)


Auf dem Pumptrack oder im Dirtpark hat man die Möglichkeit schnell Fortschritte mit seinen Fahr-Skills zu erreichen. Schließlich dreht man eine um die andere Runde und verinnerlicht so die Strecke mit allen Eigenheiten. Schnell merkt man, dass man reinkommt und sich immer mehr zutraut und damit sein Selbstbewusstsein maximal aufbaut. Natürlich gehört auch der ein oder andere Sturz dazu. Aber in fast allen Fällen geht das auch recht glimpflich ab, denn die Geschwindigkeiten und damit die Energie beim Aufprall ist meinst niedrig.


Die meisten Dirtparks bestehen aus einem gut formbaren Material wie Lehm. Lehm ist recht weich und unsanfte Landungen werden etwas abgefedert und werden geschmeidiger. Anders sieht das natürlich auf asphaltierten Pumptracks aus. Da ist nach einem Sturz auch schon mal die Tapete runter. In Dirtparks wird in der Regel weniger "gepumpt" sondern mehr gejumpt. Rampen und Sprünge sind so gebaut, dass es mehr in die Höhe geht als in die Weite. Das gibt die heiß geliebt und gefürchtete Airtime! Je mehr Airtime, je mehr Zeit für Tricks. Denn darum geht es in der Hauptsache beim Dirtjumpen.


Und nun kommen wir endlich zum Dirtbike. Das war ja der Grund für diesen Artikel. Dirtbikes sind speziell für Pumptracks und Dirtparks ausgelegt. Ihre Geometrie ist kaum zum Trail- oder Bikeparkballern ausgelegt. Auch wenn Dirtjumpen mit zum Gravity-Mtb gehört, so ist es doch nicht für ruppige Trail-Abfahrten gebaut. Genauso schlecht kommst du damit zur Schule. Abgesehen davon, dass eigentlich kein Dirtbike Katzenaugen und Schutzbleche hat. Allein die "Sitzposition" lässt keine Tour von mehreren Kilometern zu. (Ok, die Jungs, die aus Olching manchmal zu uns kommen, sind ausgenommen. Die sind extrem hart im Nehmen :-))


Schauen wir uns mal ein Dirtbike und die Besonderheiten an!

Wo fangen wir an? 

Nehmen wir den Sattel. Eigentlich ist das kein richtiger Sattel. Zumindest nicht wie man es an einem Mountainbike erwartet. Die Neigung ist stark nach hinten gekippt. Richtig Sitzen kann man damit beim Pedalieren jedenfalls nicht. Aber um mit den Jungs und Mädels rumzuhängen und auf den nächsten Run zu warten, dafür passt er super. Außerdem sichert die Sattelposition ab, dass du deine Familienplanung offen halten kannst, denn bei einer Landung da vom Hinterrad eingezogen zu werden...uiuiui... Also, der Sattel ist perfekt für Dirtbiker(innen)!

Federung vorn: An der Federgabel sind meist um die 100mm zu finden, selten mehr. Die Ausnahme sind dann sogenannte Slopestyle-Bikes, die quasi noch spezieller, für noch krassere Action gebaut sind. Der Federweg reicht für die meist gut geshapten Lines im Dirtpark und frisst keine unnötige Energie. Denn anders als beim Mountainbike, will man die Energie gern mit in den Sprung nehmen und nicht die Unebenheiten vom Trail wegbügeln. Daher sind DJ-Gabel auch sehr hart abgestimmt. Die Federgabel ist auch oftmals das BlingBling- und Tuningteil Nr1. Die Rockshox Pike DJ ist so ziemlich das Beste was sich Dirtjumper wünschen. Natürlich hat auch FOX ein Edelteil am Start. Aber das sprengt die meisten Portokassen. Demnächst soll übrigens auch Cane Creek mit der Helm DJ eine Federgabel raus bringen. Wir sind gespannt.

Federung hinten: Ähmm...wofür? Braucht man nicht beim Dirtjumpen. Man will ja die Energie in Airtime umwandeln! Daher Hardtail! 

Laufräder: 26" ist nicht tot! Die Kreiselkräfte arbeiten gegen die Flugbahn und somit sind Tricks mit großen Laufrädern schwieriger. Will keiner! Aus diesem Grund sind die 26"er Laufradgrößen fest etabliert. Für die Rookies bis ca. 11...12Jahren sind 24" meist die bessere Wahl. Aber es gibt wenige am Markt. Daher haben wir auch mal ein eigenes gebaut. DirtyHarry24! Sau leicht und nur edle Parts. Details findet ihr auf der Newspage. Aktuell aber nicht in Serie verfügbar. Kommt evtl. noch, wer weiß? Dartmoor bietet hier z.B. das Gamer24 Intro an. Leider aktuell nicht lieferbar.

Bremsen: Hinten Ja, vorn Nein. Warum denn das? Klar, irgendwann muss die Fuhre mal zu stehen gebracht werden. Das macht die Bremse hinten. Da reicht meist eine 2-Kolbenbremse. Magura hat da mit der MT-Serie tolle Modelle im Programm. (z.B. MT4 oder MT Sport) :-) Vorn wäre die Bremse nur hinderlich. Zum einen will der Ein oder Andere sogenannte Barspins machen. Dabei wird der Lenker mindestens 1x herumgedreht. Dabei wickelt sich natürlich die Bremsleitung auf. Die sollte auch dementsprechend lang sein. Zum anderen befiehlt uns unser Gehirn ständig, an die Bremse zu fassen. Und dann wird der Sprung definitiv zu kurz :-) Also gleich weg damit!

Schaltung: Ach nee, auch sowas, was man nicht am Dirtbike braucht. Die Kette klappert nur oder springt sogar runter. Also baut man sich über das Kettenblatt und das Ritzel seine Lieblingsübersetzung fest ein. Sooo viele überraschende Anstiege wie auf dem Trail beim Mountainbiken kommen ja nicht!

Dann wäre noch der Lenker: Da gibt es fast die größte Entwicklung an den Dirtbikes. Früher waren die relativ schmal und hoch. Heute zeigen uns Wibmer, Knopf & Co., dass breit und flach sehr gut funktioniert. Geschmacksache!

Noch ein Wort zu den Reifen. Dirtbiker wollen Roll-Energie in Airtime umwandeln. Daher sind fast alle Reifen recht profillos. Eher kleinere Stollen bzw. Lamellen haben sich durchgesetzt. Z.B. wie am Maxxis DTH. Der baut Grip auf und rollt super. (gibts bei uns im Shop :-)) 

So, hast Du jetzt noch Fragen? Oder bist du bereits entschieden, dass ein Dirtbike her muss?...Dann klick doch mal in unseren Shop. Wir führen Dirtbikes von Dartmoor und Commencal. Wobei die aktuelle Liefersituation echt bescheiden ist. Also nicht lang zögern. Hol dir dein Bike und dann ab auf den Pumptrack oder du kommst auch mal in den Dirtpark Odelzhausen! 

Hast Du Fragen, schreib uns an oder ruf an.

#Ride on!

Andreas 

Andreas Lange
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